Um die Welt ein Stückchen besser zu machen

Wir träumen von großen Veränderungen - von einer besseren Welt.

Wir träumen von einer Welt in der alle Menschen gleich sind, unabhängig von der Hautfarbe, Geschlechts und des Herkunftslands.

Wir wünschen uns gerechte Arbeitsbedingungen, egal ob in Bangladesh oder in Indien.

Wir wollen eine gerechte Tierhaltung - die Tierquälerei soll bitte endlich ein Ende finden.

Wir sehen die Hungernden und denken uns, dass es nicht Gerecht ist und, dass es aufhören muss. Wir wünschen uns, dass der Regenwald nicht mehr abgeholzt wird.

 

ABER:

 

Wir stellen unsersgleichen ein, denn von anderen Völkern wir weniger Potenzial erwarten.

Wir leben eher nebeneinander als miteinander.

Wir kaufen die günstigsten Alternativen - ohne zu überlegen, wieso der Preis so niedrig ist.

Wir kaufen zu viel und schmeißen zu viel weg.

Wir schmeißen das Essen vom Vortag weg, weil wir keine Lust haben zwei Tage hintereinander das gleiche zu essen. 

Wir drucken oder beschreiben Blätter nur einseitig, weil es zum Lesen angenehmer ist.

 

Wir sprechen von einer besseren Welt, aber bringen es nicht nachhaltige Entscheidungen in den eigenen vier Wänden zu treffen. Die Wahrheit ist, dass all die großen Dinge immer klein anfangen - es ist unsere Einstellung, die Veränderungen mit sich bringen kann. Der Wille ist da, also lass uns langfristig denken und lass uns weniger reden und mehr tun.

 

deVitaBeata

Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die Vergangenheit

 

Wann weiß man, ob eine Entscheidung, die wir im Leben getroffen haben, die richtige war? Erkennen wir es an dem Weg auf dem wir gehen? Was wäre denn, wenn wir uns anders entschieden hätten? Wären wir da, wo wir jetzt sind? Einige mögen von euch sagen, dass es keinen Sinn macht über die Vergangenheit und über "Was-wäre-wenn" nachzudenken - vielleicht sage ich es mir innerlich sogar selbst. Möglich wäre auch, dass heute mein Glückskeks Recht hatte, als er meinte, ich solle nicht mehr an der Vergangenheit festhalten, sondern stattdessen in die Zukunft zu schauen - lustige Kekse ;-).

 

Dass, der Grund für solche Gedankengänge die Unzufriedenheit mit dem status quo ist, kann ich nicht zustimmen - ich bin zufrieden mit meinem Leben. Das ist vielmehr der neugierige Teil von mir, der sich ständig viele Fragen stellt. Außerdem ist die Zeit ist für mich ein wertvolles Gut - wenn nicht sogar einer der wertvollsten Güter - deshalb befasse ich mich sehr gerne damit.

 

Ich finde nicht, dass man die Vergangenheit einfach in Ruhe lassen soll. Die Vergangenheit hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind - Ursache und Wirkung. Wie können wir herausfinden, wieso uns bestimmte Sachen Schwierigkeiten bereiten, wenn wir nicht in der Vergangenheit ein bisschen herumschnüffeln sollen? Wenn wir sagen, dass wir mit der Vergangenheit abschließen, heißt es dann nicht, dass wir mit einem Teil unserer Selbst abschließen? Wenn man etwas im Leben bereut - etwas was man mal getan oder gesagt hat - dann sollte man sich damit auseinander setzen - auch wenn es weh tut. Akzeptanz ist der erste und der wichtigste Schritt, um sich zu verändern und um die Zukunft willkommen zu heißen - mit all meinen Stärken, Schwächen, Hoffnungen, Erwartungen und Plänen.

 

Die Gegenwart

 

Zu Gegenwart, habe ich heute nicht soviel zu sagen - vielleicht ein anderes Mal. Ich weiß nicht in welcher, der vielen Podcast, die ich höre, es vorgekommen ist, aber in einer Episode hat ein Physiker über die Zeit gesprochen. Sein Vergleich fand ich sehr interessant, deswegen teile ich es mit euch mit.

 

Er meinte, dass es im Prinzip keine Gegenwart gibt. Mann sollte sich ein Strand und ein Meer vorstellen: der Strand ist die Vergangenheit und das Wasser die Zukunft. Die Grenze zwischen dem Strand und Wasser ist die Gegenwart. Die Grenze ist also die Stelle, wo sich die Vergangenheit und die Gegenwart treffen.

 

Ich weiß nicht, ob ich es so schön dargestellt habe, wie er es getan hat - mich hat die Idee aber fasziniert.

 

Die Zukunft

 

Was kann ich denn schon über die Zukunft schon? Dass sie ungewiss ist, ist ja den meisten bewusst. Es gibt definitiv viele Menschen, die ihre vielleicht weit entfernten Ziele vor Augen sehen und dahin streben. Ziele habe ich auch, nur meine sind hinter einer Nebel - diese sind variabel, gar nicht festgelegt, denn ich bin offen für neues und unbekanntes und rechne mit Überraschungen. Manchmal hätte ich gerne deutlichere Ziele, um den Weg dahin schon heute grob gestalten zu können. Der Grund, wieso meine Ziele so undeutlich sind, kann die Tatsache sein, dass ich aktuell auf der Suche nach mir selbst bin. Der Frage, wer wir wirklich sind, sollten wir einen höheren Wert einräumen, als es die meisten tatsächlich tun. Wir verfolgen nicht selten Ziele, die gesellschaftlich akzeptiert oder sogar von uns verlangt werden.

 

Ich spreche nicht die Personen an, die sich selbst und ihre Bestimmung gefunden haben bzw. auf dem Weg dahin sind - ich spreche, die Personen an, die durch so viele Vorgaben, durch den Drang allen recht zu machen und allen zu gefallen, vergessen haben, was sie selbst sind, was sie wollen und von was sie träumen. Verbringt die wertvolle Zeit mal mit euch selbst - in aller Ruhe und in aller Stille. Ein Tag ohne Fernseher, ohne Handy - ohne das Gefühl ständig erreichbar zu sein. Einfach mal du und dein Inneres. Ein Schritt zurück hilft uns das große Ganze zu sehen - die Ziele zu sehen, die WIR wirklich erreichen wollen und die auch zu uns passen.

 

Solche und viele anderer Gedanken gehen mir durch den Kopf vorm Einschlafen. Normalerweise lass ich die Gedanken los und schlafe dann ein - um aufzustehen und das ganze aufzuschreiben, ist das Bett zu kuschelig. Heute ist es anders. Heute bin ich aufgestanden, den Laptop angemacht und geschrieben. Veröffentlichen werde ich es aber am nächsten Tag, weil ich bestimmt sehr viele orographische Fehler gemacht habe.

 

Für heute war's das. Ich bin wirklich froh darüber, dass ich aus dem Bett aufgestanden bin, da ich am nächsten Tag diesen Post nicht mehr verfassen würde - die Ideen wären weg.

 

Bis zum nächsten Mal und viele Grüße,

deVitaBeata

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Der innere Konflikt

Der Grund für die wenigen Veröffentlichungen

 

Ich habe wirklich sehr gehofft, dass ich diesen Blog regelmäßig mit neuen Artikel bereichern kann. Mir war aber auch bewusst, dass es nicht einfach sein wird, da ich mich selbst sehr gut kenne und ich weiß, wie schwer es für mich ist sich auf eine Sache zu fokussieren. Abgesehen von Extremsportarten würde ich gerne Alles Können, Alles gelesen und Alles gesehen haben. Dass ich ein Mensch bin, der sehr viele Interessen hat, ist ja offensichtlich. Mein Leben ist sozusagen bis zu meinem 80-sten Lebensjahr voll verplant.

 

Diese "Interessenvielfalt" ist einerseits sehr schön, da ich sehr gerne mir neues Wissen aneigne und deswegen auch vielseitig bin bzw. sein könnte. Andererseits ist es sehr belastend. Wieso? Naja, wenn man berücksichtigt, dass der Tag 24 Stunden hat und man auch mal schlafen möchte, ist die Realisierung meiner Pläne unter der Annahme, dass die freie Zeit nicht genausten strukturiert wird, unmöglich.

 

Um mein Problem zu veranschaulichen, möchte ich euch ein paar Beispiele zeigen:

- Ich möchte neue Bilder malen und mit Skizzieren anfangen - Problem dabei ist, dass meine drei Gemälden immer noch nicht fertig sind.

- Ich möchte gerne mal Klavier und Geige spielen lernen, aber ich komme nicht dazu regelmäßig Gitarre spielen zu üben. 

- Meine Wunschliste bei Amazon ist voller Bücher, die ich lesen möchte, aber ich komme nicht dazu ein Buch innerhalb von drei Monaten fertig zu lesen.

- Ich möchte gerne neue Sprachen lernen, aber ich komme nicht regelmäßig dazu meine jetzigen Kenntnisse zu verbessern.

 

Meine Aufmerksamkeit wird ständig von neuen Reizen überflutet und ich weiß nicht, wo ich zuerst anfangen soll. So kommt es dazu, dass mein Leben an ein buntes Salat erinnert, dass aus sehr vielen, sehr klein geschnitten Zutaten besteht. Es schmeckt zwar, aber die einzelnen Zutaten sind schwer erkennbar und man nicht wirklich weiß, was man tatsächlich alles gegessen hat. So sieht es mit meinen Interessen aus - ein bisschen von jedem, aber nie etwas ganz.

 

Ich weiß nicht, ob ihr mein Problem nachvollziehen könnt, aber es belastet mich sehr, denn die Zeit rennt und es läuft nicht nach meinen Vorstellungen. Ich stelle euch drei Faktoren, die mein Problem verstärken:

 

Der Schuldige Nr. 1: Die Ablenkung

 

Der Tag hat, wie bereits erwähnt, 24 Stunden - davon schlafe ich, wenn es gut läuft neun Stunden. Wenn ich nicht lernen muss, verbringe ich nach dem Aufwachen noch ca. zwei Stunden im Bett und schaue auf ProSieben Serien an. Immerhin nutze ich die Werbung, um zu duschen und um mir etwas zum essen zu machen. Wenn wir noch die Zeit berücksichtigen, die ich brauche, um das Bett zu machen, ein bisschen in der Wohnung aufzuräumen und Facebook und Instagram zu checken, bleibt nicht so viel Zeit übrig, um produktiv zu sein.

 

Fernseher aus, Handy weg! - mag die logische Lösung sein. Es ist aber nicht so einfach, wie es klingt - das können mir bestimmt einige von euch bestätigen.

 

Der Schuldige Nr. 2: Der innere faule Hund

 

Manche mögen sagen "tolles Studentenleben" - für mich und meine Wünsche eher ein Dorn im Auge. Ich werde es nicht leugnen, dass so viel Freizeit schön ist, aber ich verliere mich selbst darin, denn der kleine faule Hund in mir besiegt den großen Wunsch nach mehr Produktivität.

 

Mein Ziel ist nicht, den inneren faulen Hund komplett zu vernichten, denn er ermöglicht uns runter zu kommen und abzuschalten, wenn wir es tatsächlich brauchen - er ermöglicht uns das immer schneller werdende Leben ein bisschen zu verlangsamen. Mein Ziel ist viel mehr die Gewichtung zu ändern, mehr Produktivität weniger von dem faulen Hund - sagen wir 70% zu 30% oder 60% zu 40%, wenn der Bedarf besteht. 

 

Der Schuldige Nr. 3: Komplexität

 

Die vielen Interessen machen mein Leben sehr komplex. Das Multitasking führt dazu, dass der Fortschritt für mich nicht erkennbar ist, was wiederum Demotivation und Unzufriedenheit über die eigene Leistung hervorruft. Spontanität kann bei zwei oder drei Beschäftigungen schön und befreiend sein - sie funktioniert aber nicht bei mir. 

 

Ich habe mal gelesen, dass es in so einem Fall sinnvoll ist, eine Liste mit 20 Interessen aufzustellen und vier oder fünf davon auszuwählen. Die Idee ist gut, aber was soll ich auswählen? Ich will schließlich nicht auf die restlichen Interessen verzichten.

 

Die Lösung: Wesentlichkeit  und Struktur 

 

In meinem Praktikum im Bereich Wirtschaftsprüfung habe ich gelernt, dass das wichtigste ist, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Arbeit muss ebenfalls strukturiert ablaufen, damit man auch pünktlich mit dem Projekt fertig ist. Ich habe diese Ideologie erfolgreich auf mein Studium übertragen - die Ergebnisse waren mehr als zufriedenstellend. 

 

Gefährlich bei der Umsetzung sind die langen Pausen zwischen den einzelnen Prüfungen, denn da gewinnt der faule Hund immer mehr an Kraft - das produktive Ich wieder zum Leben zu erwecken scheint mit der Zeit immer schwieriger zu werden. 

 

Mein aller größter Wusch aktuell ist, meiner freien Zeit Struktur zu geben und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich würde gerne meine Interessen nach Prioritäten zu ordnen und in der vorgegebenen Reihenfolge zu erledigen, um so Schritt für Schritt meinem Ziel "Alles können und wissen zu wollen" näher zu kommen. Auch, wenn die tatsächliche Erreichung dieses Ziels gegen Unendlichkeit geht, wünscht mir viel Erfolg - den brauche ich sehr.

 

Bis (hoffentlich) bald,

deVitaBeata

 

 

 

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Die Suche nach der Vollkommenheit...

Oh mein Gott - der letzte Post ist schon soooo lange her. Aber keine Sorge, ich bin am Leben und mir geht es gut - jedoch muss ich sehr viel für die Uni machen und ich komme einfach nicht dazu neue Posts zu schreiben :(. 

 

Ich habe letzter Zeit sehr viele Podcasts und TED-Konferenzen/-Radiohours gehört. Dabei war  z.B. der Podcast "Unlearning Podcast, Erfolg, Unternehmertum, Marketing, Für eine Karriere und Leben, das du liebst" vom Gunnar Schuster. Es waren unter anderem zwei Interviews, einmal mit Herrn Eckstein und die andere Folge mit Frau Maier. Sie sind wirklich zu empfehlen, insbesondere für diejenigen, die noch nicht mit ihrem Beruf 100-Prozentig zufrieden sind oder haben das Gefühl fehl am Platz zu sein.

 

Die beiden Interviews sind ein bisschen ähnlich, da es sich um die Berufung handelt - was will ich wirklich in meinem Leben tun, was erfüllt mich innerlich und was gibt mir das Gefühl vollkommen zu sein.  Die beiden erzählen etwas über ihre Karriere, ihre Gefühle und die aktuelle Situation. Wenn jemand sich dafür interessiert - einfach mal zuhören und sich inspirieren lassen. Für Interessierte habe ich drunter die zwei Links reinkopiert:

 

Interview mit Frau Maier

Interview mit Hern Eckstein

 

In dem heutige Post konzentriere ich mich auf das Gefühl der Vollkommenheit und das Gefühl von innerer Freiheit.

 

Meiner Ansicht nach ist die Vollkommenheit streng von der Perfektion zu unterscheiden. Im Gegensatz zu Perfektion ist die Vollkommenheit mit der Akzeptanz unserer selbst verbunden. Perfektion richtet sich nach den gesellschaftlichen Definitionen aus - es ist ein von der Mehrheit vorgelegtes Muster. Der Druck sich ständig an diese Muster anpassen zu müssen, kostet Energie - wertvolle Energie, die wir sinnvoller nutzen könnten. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einer Investition in unsere Stärken?

 

Schwächen sind natürlich und erlaubt, aber eine Weiterentwicklung ist mehr als erwünscht. Eine Ausrede "ich bin so, wie ich bin und alle haben mich so zu akzeptieren" geht ins Leere. Aber um an uns selbst arbeiten zu können, brauchen wir tatsächlich Akzeptanz - und zwar von uns selbst. Ganz problemlos ist das Akzeptieren aber nicht. Oft beurteilen wir unsere Stärken, als bedeutungslos und konzertieren uns auf unseren Schwächen so sehr, dass wir in ein Teufelskreis geraten, aus dem wir nur schwer wieder rauskommen können. 

 

Ich selbst war die größte Kritikerin meiner Person. Unzufrieden mit dem Aussehen und dem Gewicht, unzufrieden mit dem Leben in Deutschland - zu sehr an der Vergangenheit festgehalten und von Pessimismus umgeben.  Das schlechte Gewissen, die Schuldgefühle und das Selbstmitleid haben die Tür zu einer Essstörung geöffnet. Meine Schwächen haben mein Leben im Griff gehabt und an meine Stärken habe ich ja nicht gedacht. Ich kann mich tatsächlich nicht mehr erinnern, wie lange es gedauert hat da raus zu kommen - es war ein langer Prozess, den ich selbst Gott sei Dank bewältigt habe.

 

Heute, nach ca. fünf/sechs Jahren, sehe ich mehr Licht in meinem Leben, denn je zuvor. Umgeben von wundervollen Menschen, schaue ich nach vorne - immer nach der Suche nach der Selbstverwirklichung. Ich habe gelernt, dass es ist wichtig ist, seiner selbst der beste Freund zu sein. Das so sehr ersehnte Glück kann man sich erschaffen, man muss es nur zulassen. 

 

Die Suche nach der Selbstverwirklichung erfordert Mut, Selbständigkeit und die Fähigkeit zu träumen. Es sind die Zweifeln an uns selbst, Zweifeln nicht ernst genommen zu werden und die Angst zu scheitern, die uns daran hindern unsere Wünsche zu verwirklichen. Damit wir uns vollkommen fühlen, müssen unsere Entscheidungen auf unsere Persönlichkeit und  auf unsere Wünsche perfekt zugeschnitten sein - das erfordert jedoch Selbstkenntnis und damit die Fähigkeit zur Selbstreflexion. 

 

Wenn wir jemanden darstellen, der wir nicht sind, und Entscheidungen treffen, die nicht zu uns passen, dann tragen wir eine schwere Last mit uns rum, die immer schwerer wird, je weiter wir uns von unserem wahren Ich entfernen. Das Gefühl von Vollkommenheit und das damit, aus meiner Sicht, eng verbundene Gefühl innerer Freiheit, können uns leichter machen. Wir müssen nur bereit sein die benötige Energie und die wertvolle Zeit zu investieren. Bedenke aber, dass eine Investition in uns selbst unbezahlbar ist.

 

 

in diesem Sinne,

deVitaBeata 

 

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Mit den Augen anderer sehen

Nach dem ich den Beitrag schon zwei mal wegen technischer Störung verloren habe, freue ich mich besonders euch endlich das fertige Ergebnis vorzustellen.

Ich hatte leider kaum Zeit diesen Beitrag früher erneut zu schreiben, da ich mich für die Prüfung im öffentlichen Recht vorbereiten musste - ganz schön mühsam.

Aber jetzt zu dem eigentlichen Thema:

 

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie es denn so wäre, wenn wir die Gedanken anderer Leute lesen könnten? Was denken wohl die anderen über mich und was geht Ihnen durch den Kopf, wenn sie schweigen - denken sie über mich, darüber was ich anhabe und wie ich mich benehme? Oder sind sie doch mit ihrem eigenen Leben, mit ihren eigenen Problemen beschäftigt?

 

Fraglich natürlich ist auch, ob es so gut wäre zu wissen, was die anderen denken. Möglicherweise wüssten wir zu viel. Möglicherweise würden wir die Gedanken falsch interpretieren. Nicht alles worüber wir denken, meinen wir auch wirklich. Denken ist für mich eine Beurteilung der aktuellen Situation, eine Abwägung der Argumente, die je nach unserer Auffassung anders sein kann.

 

Aber wenn ich mich mit der Frage länger befasse, glaube ich nicht, dass die Tatsache Gedanken lesen zu können die zwischenmenschliche Kommunikation verbessern würde. Natürlich wüssten wir mehr. Aber der eigentliche Verständnis wäre nicht vorhanden, denn die Gedanken anderer würden wir selbst, aus unserem Blockwinkel, interpretieren. Und genau ist hier das Problem.

 

Wir sollten uns viel mehr Fragen, wie wäre es, mit den Augen anderer sehen zu können? Die Welt so sehen, wie unsere Mitmenschen sie sehen. Das ist aber einfacher gesagt als getan. 

Die zwischenmenschliche Kommunikation scheitert oft nicht alleine aufgrund der verschiedenen Meinungen und Ansichten. Das Gesagte oder auch Nicht-Gesagte interpretieren wir subjektiv - halt so, wie wir es selbst meinen würden.

 

Jeder einzelne Mensch ist durch seine Individualität gekennzeichnet. Wir werden von unserem einzigartigen Charakter, unserer Herkunft und unserer Umgebung geprägt. Die Welt sollten wir also nicht als eine Gesamtheit, sondern viel mehr als ein zusammengesetztes Gebilde sehen - wie ein Puzzle, bestehend aus über sieben Milliarden kleinen Teilen.

 

Unser Leben formt uns zu dem, was wir heute sind. Und ob wir es wollen oder nicht, nehmen wir bestimmte Eigenschaften an. Wir werden ängstlich, mutig, psychisch stark oder schwach - abhängig von unserer Veranlagung, unserer Erziehung und davon, wie wir von anderen behandelt wurden. Manchmal kann es auch eine Sache vom Glück sein, ob wir zu den High oder Low Performer, zu den Optimisten oder Pessimisten werden.

 

Und so kommt es dazu, dass wir oft in anderen das sehen, was wir selbst sind. Unsere Ängste und Hoffnungen spiegeln sich in unseren  Interpretationen wieder. Manche sehen in jeder Handlung, jeder Aussage eine Verschwörung, andere nehmen alles locker und nicht persönlich. Menschen sind komplexer als wir glauben, das dürfen wir nicht vergessen. Wir versuchen anhand der Vorurteile, der Bildung und des Sprachgebrauchs den Charakter eines Menschen abzuleiten. Natürlich ist es einfacher und jeder neigt auch dazu - mehr oder weniger.

 

Ich finde, wir sollten versuchen dies mehr zu kontrollieren und offener zu bleiben, trotz der negativen Erfahrungen. Wichtig in meinen Augen ist es, alles zu hinterfragen und nicht immer alles als selbstverständlich nehmen. Wir sind schließlich keine insolierte Wesen, sondern viel mehr in die Gesellschaft eingegliedert.

 

Bis zum nächsten Mal,

 

deVitaBeata

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